Radtouren in der näheren Umgebung des Ferienhofes Meyer-
das Highlight unserer Freizeitangebote

Willkommen im Weserland, einem noch wenig entdeckten Gebiet beidseitig der Weser zwischen dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke im Süden, dem Steinhuder Meer im Osten sowie der Stadt Nienburg im Norden. Es erwartet Sie eine stille Landschaft, die aufgrund ihrer landschaftlichen Vielseitigkeit mit nur wenigen Höhenunterschieden nicht nur für Familien, sondern für alle Radwanderbegeisterten ein besonderes Erlebnis darstellt.

Das Weserland ist gut mit dem PKW erreichbar. Wer bereits mit dem Fahrrad kommen will, unser Gebiet ist durch zahlreiche Radfernwege erschlossen. Überregional am bekanntesten ist der Weser-Radweg, der das Weserland zum großen Teil auf der westlichen Weseruferseite durchquert und von vielen Radwanderern als einer der schönsten Radfernwege Deutschlands bezeichnet wird. Auch der Radfernweg Hannover — Steinhuder Meer — Dümmer sowie die ebenfalls deutschlandweit bekannte Mühlenroute führen Sie in das Weserland. Und auch abseits der Radfernwege hat das Weserland viel zu bieten. Ein Abstecher lohnt sich!

Wir haben 6 Touren zusammengestellt, die Sie zu den Besonderheiten unserer Region führen und wo Sie das Typische des Weserlandes erleben können. Kartenmaterial können Sie bei uns erwerben, oder im Regionalverlag Hans-Tacken, Essen bestellen, der diese Touren zusammengestellt hat.
Die einzelnen Touren führen Sie überwiegend abseits der Hauptverkehrsstraßen auf verkehrsarmen, gut gepflegten Wirtschaftswegen durch die weite Flussauenlandschaft der Weser, durch Wald- und Wiesenlandschaften sowie durch einige der größten Moorgebiete in Norddeutschland. Es ist jedoch nicht nur die Stille der Natur, die Sie begeistern wird, sondern es sind auch die vielen idyllischen Dörfer und malerischen Kleinstädte mit zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten.
Im Weserland ist das Landleben vielerorts noch authentisch und erlebbar. Die Strecken sind so konzipiert, dass Sie viele Möglichkeiten haben, in eines der typischen Landgasthäuser einzukehren oder an ausgewiesenen Rastplätzen eine Pause einzulegen.
Die Touren haben eine Länge zwischen 40 und 60 Kilometern und sind bequem auch für weniger Trainierte an einem Tag zu schaffen. Eine Ausnahme ist lediglich die Große Weserlandroute mit einer Länge von gut 200 Kilometern, die sich ideal für eine Wochenendtour eignet. Alle Touren sind gut ausgeschildert, der genaue Verlauf ist durch das Kartenmaterial problemlos ersichtlich, sodass wir auf eine detaillierte Wegebeschreibung verzichten kön nen und die folgenden Seiten lieber für eine ausführliche Darstellung unserer Region nutzen.

Die Große Weserlandroute
Länge 204 km

Für alle diejenigen, die etwas mehr Zeit für eine Entdeckungsreise in unsere Region mitbringen, gibt es die Große Weserlandroute, die Sie zu den schönsten Sehenswürdigkeiten führt und auf der Sie die ganze Vielfalt von Natur und Landschaft erleben können. An der Strecke liegen zahlreiche Übernachtungsmöglichkeitefl und gastronomische Einrichtungen, sodass eine Rundum-Versorgung gewährleistet ist. Größtenteils verläuft die Route auf bereits ausführlich beschriebenen Teilabschnitten der lokalen Thementouren. Daher wird auf die jeweilige Tourenbeschreibung verwiesen. Die Route ist insgesamt gut in zwei bis drei Tagen zu bewältigen. Um Ihnen einen Überblick über eventuelle Teiletappen zu ermöglichen, haben wir die Gesamtstrecke in verschiedene Teilabschnitte untergliedert.
Für alle, denen die Gesamtstrecke zu lang ist, gibt es zwei kürzere Varianten, da der Streckenabschnitt zwischen Stolzenau und Loccum auch auf direktem Weg über den Radfernweg Hannover-Steinhuder Meer-Dümmer zurückgelegt werden kann. Die „nördliche Variante" von Stolzenau über Landesbergen und Loccum zurück nach Stolzenau umfaßt dann eine Länge von ca. 86 km und ist daher bequem an einem Tag zu bewältigen. Die Länge der „südlichen Variante" von Petershagen über Stolzenau und Loccum zurück nach Petershagen auf der östlichen Weser-seite beträgt ca. 158 km.

Abschnitt Petershagen nach Uchte, 59 km

Von Petershagen bis Ovenstädt ist der Routenverlauf mit der Storchenroute identisch. In Ovenstädt geht es über Glissen bis nach Harrienstedt zu der auch überregional bekannten, idyllisch in einer Park- und Teichlandschaft gelegenen Wassermühle, einer der Höhepunkte der Region. In den Monaten Mai bis September finden hier jeweils am letzten Sonntag eines Monats Tage der Offenen Tür statt. Am 2. Pfingsttag wird regelmäßig ein Backtag durchgeführt. Von Harrienstedt geht es weiter über Westenfeld (schöner Dorfteich, der sich hervorragend für eine Rast eignet) bis zur Ortschaft Halle mit einem sehr schönen Grill- und Rastplatz. Nächste Station ist Mösloh mit einer historischen Mühle, deren Flügel weit über das Land sichtbar sind. Dort werden des öfteren Mahltage abgehalten, an denen köstliches, ofenfrisches Brot angeboten wird. Mühleninteressiertefl Rad-wanderern empfiehlt sich von hier aus ein Besuch der nach umfangreichen Renovierungsarbeiten 1998 neu eingeweihten Windmühle Hoyersvörde (ca. 3 km). Weiter radeln Sie kilometerlang durch eine Kultur- und Wald-landschaft, die durch zahlreiche Fachwerkhäuser und viel Ruhe besticht. Im Ort Bohnhorsterhöfen zweigt die Strecke nach Lavelsloh und Diepenau ab. In Lavelsloh führt die Route in Höhe des wegen seiner Handarbeitsausstellung weithin bekannten Landkaufhauses Gosewehr in südwestlicher Richtung zum Freizeitsee „Maringen Diek". Hier bietet sich eine kurze Rast und eine Wanderung um den See an. Weiter geht es dann durch das idyllische Amtsholz nach Diepenau. Nach Diepenau verläßt die Strecke kurz Niedersachsen, um Sie zum größten Findling Norddeutschlands zu führen, dem Großen Stein von Tonnenheide. Sein Gewicht beträgt etwa 350 Tonnen, er ist 10 m lang, 7' m breit und 3 m hoch. In Tonnenheide befindet sich weiter-hin eine schöne Windmühle. Ein kurzer Abstecher nach Rahden mit einem schön hergerichteten Museumshof ist zu empfehlen. Nächste Ortschaft im Weserland ist das aufgrund seines besonders schönen Ortbildes ausgezeichnete Bauerndorf Nordel. In der Ortsmitte befindet sich ein beeindruckender Fachwerkspeicher. Von Nordel geht es weiter auf der Großen-Moor-Route (wird weiter hinten im Text beschrieben) bis nach Uchte.

Abschnitt Uchte — Steyerberg — Stolzenau, 38 km

Ab Uchte verläuft die Weserlandroute noch einige Kilometer auf der Großen-Moor-Route. In Höhe der Ortschaft Darlaten zweigt die Route nordöstlich zur Böhrde, einem heide- und waldbewachsenen Höhenzug, ab. Hier gilt es auch eine kleine Steigung zu überwinden. Kurz vor der kleinen Ortschaft Ohlensehlen ändert sich das Landschaftsbild. Wiesen, Felder und Feuchtgebiete sind nun bestimmende Landschaftselemente bis zum reizvollen Bauerndorf Deblinghausen mit Freibad und Heimathaus. Lohnenswert ist ein Besuch beim Hofmuseum Stakmann (nach Voranmeldung). Auf der Gedenkgräberstätte Hesterberg haben ca. 2.000 Menschen, die vom Nazi-Regime in der nahegelegenen Rüstungsindustrie zu Tode geschunden worden sind, ihre letzte Ruhestätte gefunden. Von dort führt die Strecke durch ein ausgedehntes Waldgebiet bis nach Steyerberg. Auf halber Strecke bietet
sich ein kleiner Abstecher zum Aussichtsturm Januarsberg an, von dem bei schönem Wetter die Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal gesehen werden kann.
Von Steyerberg geht es weiter durch stark landwirtschaftlich geprägte Landschaft über Anemolter bis nach Stolzenau. Hier besteht die Möglichkeit die Weserlandroute abzukürzen und ab Stolzenau auf dem Radfernwe Hannover-Steinhuder Meer-Dümmer auf direktem Weg nach Loccum zu radeln (ca. 14 km).

Abschnitt Stolzenau — Landesbergen — Rehburg —Loccum, 66 km

Östlich von Stolzenau quert die Route die Weser und ve läuft ab Landesbergen auf gleicher Strecke wie die Spargel-Tour bis Estorf und berührt dann im Bogen Leeseringen (Museumsbackhaus an der Strecke). Ab Nienburger Staatsforst verlaufen beide Routen parallel, bis sich ca. 2,5 km vor der Düsselburg die Wege trenner Ab Düsselburg folgt die Weserlandroute bis Loccum den Verlauf der Dino-Tour.

Abschnitt Loccum — Petershagen, 41 km

Der gesamte Streckenabschnitt ist durch viel Ruhe und Einsamkeit geprägt. Südlich von Loccum durchquert die Route ein ausgedehntes Waldgebiet bis zur kleinen Ortschaft Kreuzhorst. In Kreuzhorst biegt die Route in westliche Richtung ab. Nahe der kleinen Ortschaft Seelhorst befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit der Region, der Findlingswald Neuenknick, eine Ansammlung eiszeitlicher Findlinge. Im weiteren Verlauf bestimmen Felder und Wiesen das Landschaftsbild. Nur wenige kleine Dörfer liegen entlang der Route. Besonders das Dorf Frille ist aufgrund seines schönes Dorfbildes in der ländlichen Stimmung einen Stop wert. Von Frille ist dann nicht mehr weit zum Ausgangspunkt Petershagen. Unterwegs passieren Sie zuerst den Freizeit- und Badesee und im weiteren Verlauf die Klostermühle in Lahde.

Die Spargel-Tour
 Länge 46km

Die Spargel-Tour — rund um die Samtgemeinde Landesbergen — erhielt ihren Namen von dem bekannten Edelgemüse, das von Mai bis Juni in unseren Breiten gedeiht. In dieser Zeit konzentriert sich in Landesbergen und Umgebung nahezu alles auf das delikate Stangengemüse, das durch seine ebenfalls in der Region erzeugten Beilagen erst so richtig zur Spezialität, zum mit dem gesch ützten Gütesiegel ausgezeichneten „Nienburger Spargel" wird. Welche Bedeutung der Spargel für unsere Region hat, zeigt sich auch darin, dass die jedes Frühjahr in Leese stattfindende „Norddeutsche Spargelmesse" nicht nur Tausende von deutschen Besuchern anzieht, sondern auch zunehmend international frequentiert wird. Der Nienburger Spargel ist ein wichtiges Standbein der Landwirtschaft in der Samtgemeinde Landesbergen, in der Gastronomie und im Tourismus. Angebote wie „Spargelwochenende", „Spargelseminar" etc. belegen dies. — Doch nun genug der klugen Worte über das Edelgemüse und Ihnen viel Spaß auf Ihrer genußvollen Spargel-Tour!

Etappe 1: Von Landesbergen nach Estorf, 5 km

Ausgangspunkt und Sitz der Samtgemeindeverwaltung ist der Ort Landesbergen. Im Landesberger Rathaus können Sie sich mit ausführlichem Info-Material über die Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote der Region versehen. Auch haben Sie in Landesbergen — ebenso, wie in weiteren Orten im Weserland — die Gelegenheit, interessante Führungen mit ortskundigen Gästeführerlnnen zu erleben.

Sie starten auf dem Muhtenplatz. Nachdem Sie die historische „Hochzeitsmühle" (in der Ehen im 7. Himmel geschlossen werden) und den restaurierten Spieker in Augenschein genommen haben, radeln Sie durch das Dorf in Richtung Weser. Falls Ihnen inzwischen warm geworden ist, bietet sich ein Abstecher ins Freibad an. Anschließend fahren Sie die Weser entlang zur Staustufe. Mit etwas Glück können Sie diese „in Betrieb" erleben, wenn eines der zahlreichen Binnenschiffe hier auf seiner Reise — weserab- oder weseraufwärts — eine Zwangspause einlegen muß. Dann geht es auf dem Weser-Radweg (eine der beliebtesten und schönsten Radwanderrouten in Deutschland) durch üppig-grüne Marschwiesen nach Estorf. Hier können Sie — nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem Pfarramt — die Estorfer Fachwerkkirche mit ihren außergewöhnlichen Wandmalereien besuchen. Sehenswert ist auch das ab 1650 entstandene, baugeschichtlich einmalige Scheunenviertel, das im Rahmen einer Führung oder eines der jährlichen Scheunenfeste „Geschichte life" präsentiert. Und der Clou: Sie können in einer der restaurierten Scheunen ein uriges —eigens für Radwanderer (-gruppen) konzipiertes — Nachtquartier beziehen und sich den „Sandkrug-Topf" schmecken lassen. Ein Verweilen im Ort lohnt sich auf jeden Fall, denn Estorf wurde im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" mehrfach als Sieger ausgezeichnet und errang auf Europaebene den zweiten Platz.

Etappe 2: Von Estorf nach Husum, 10 km

Von Estorf aus haben Sie eine längere Strecke durch die Natur vor sich. Nach einigen Feldern „tauchen" Sie bald ein in ein herrliches Waldgebiet, das an einem heißen Sommertag kühlen Schatten verspricht. In der Dämmerung oder auch bei einer mittäglichen Rast unter malerischen Buchen werden Ihnen hier nicht selten die Tiere des Waldes buchstäblich über den Weg laufen. Weitergeht es dann nach Schessinghausen, von wo aus Sie nachmittags z. B. einen Abstecher zum gleichnamigen Tierheim als Zwischenstop einplanen können oder weiter radeln zum Dorf Groß Varlingen. Hier kommen Pferdefreunde auf ihre Kosten, denn ein Reitstall bietet die Gelegenheit, einmal den gewohnten Fahrradsattel mit dem etwas anderen Sattel auf einem Pferderücken (auf dem ja bekanntlich das Glück dieser Erde ruht) zu tauschen. Später in Husum (nicht zu Verwechseln mit der „Grauen Stadt am Meer", mit der unser Husum nur den Namen gemeinsam hat) können Sie sich mit leckerer „Husumer Hochzeitssuppe" — natürlich mit Spargel —stärken. Wer übrigens seinen „kulturellen Appetit" stillen möchte, ist mit einer Besichtigung der 1737 erbauten Jacobi-Kirche im Ort gut beraten.

Etappe 3: Von Husum nach Leese, 20 km

Eine Allee mit schönen alten Bäumen führt Sie von Husum in das idyllisch gelegene Brokeloh. Gleich am Ortseingang haben Sie von Juli bis September die Gelegenheit, den Bickbeernhof zu besuchen und dort Himbeer- und Blaubeerspezialitäten zu genießen. Wer keinen „süßen Zahn" hat, kann sich im Ort mit der „Dreschhof-Platte" verwöhnen lassen. Auch kann man zur Abwechslung in Brokeloh „auf Planwagen umsteigen" und eine Rundfahrt im Naturpark Steinhuder Meer unternehmen und sein Nachtquartier z. B. in einer Ferienwohnung auf einem echten Rittergut aufschlagen, dort ein Spargel-Wochenende erleben und, und, und... Weiter geht es dann — vorbei an Äckern und blühenden Raps-feldern — durch intaktes Landschaftsschutzgebiet in den Heidhäuser Wald (= Staatsforst Binnen), wo ein Wanderwegenetz einmalig schöne Naturdenkmale miteinander verbindet. Das Hüttenmoor und die „Miniaturortschaft" Hütten in der an Wasserläufen reichen Meerbachniederung mit Abstecher zum „Mordplatz" (der mit einer wahrhaft gruseligen Geschichte aufwarten kann) sind die nächsten Stationen in Richtung Leese. Auch hier können Sie sich Spezialitäten rund um den Spargel auftischen lassen, um anschließend den Kirchplatz mit seinem
historischen Ziehbrunnen und der Gotischen Kirche zu besuchen.

Etappe 3: Von Leese nach Landesbergen, 11 km

Spätestens von der Brücke über die Bahnlinie aus haben Sie in Richtung Norden die weitreichenden Anpflanzungen und Obstbaumplantagen der RWG erblickt — nutzen Sie die Gelegenheit, hier eine Betriebsbesichtigung der RWG mitzumachen. Einen sportlich-rasanten Abschluß bietet Leese im Kart Sport Park, wo Sie „profimäßig" Ihre Fahrkünste testen können. Vom Sport bekommt man bekanntlich Hunger. Vielleicht unternehmen Sie einen Abstecher an den „Kleinen Maschsee", der für Angler besonders reizvoll ist und an dem Sie in rustikaler Atmosphäre leckeres rund um den Fisch genießen können. Von dort ca. 1,5 km in Richtung Landesbergen haben Sie noch die Möglichkeit, eine Führung durch das Kraftwerk der PreussenElektra AG zu erleben. Wieder zurück —übrigens dem Verlauf der Deutschen Märchenstraße folgend — fahren Sie weiter durch das Dorf Hahnenberg nach Heidhausen. Dort können Sie direkt am Waldrand Biergartenluft schnuppern und in einem Heuhotel im frischen, duftenden Heu übernachten. Von Heidhausen radeln Sie nach Landesbergen, — dem Ausgangspunkt Ihrer Spargel-Tour entgegen. in der Regel donnerstags (bitte aktuellen Fahrplan anfordern!) können Sie vom Landesberger Fahrgastschiffsanteger aus mit der „La Visurgis" nach Stolzenau und Nienburg fahren und Ihr Fahrrad dabei mitnehmen, natürlich sind auch Charterfahrten an anderen Wochentagen möglich. — Wieder auf dem Landesberger Mühtenplatz angekommen, haben Sie sich eine Stärkung verdient, — wie wäre es da mit einer nahrhaften „Mühlen-Pfanne", um Ihre Spargel-Tour genußvoll ausklingen zu lassen?!!

Gaststätten in Landesbergen (und in den Ortsteilen
Brokeloh, Hahnenberg, Heidhausen), in Estorf (und im
OT Leeseringen), in Husum (und in den OT Bolsehle,
Groß Varlingen, Schessinghausen) und in Leese.
Bitte fordern Sie das aktuelle Gastgeberverzeichnis und
weitere Infos bei der Samtgemeinde Landesbergen an.

Rund um das Große Moor
Länge 37 km

Entdecken Sie die Stille des Moores auf unserem nächsten Tourenvorschlag, rund um das Große Moor in der Samtgemeinde Uchte. Das Große Moor erstreckt sich zwischen Uchte, Warmsen, Ströhen und Essern und ist das größte Moor im gesamten Landkreis Nienburg. Trotz teilweise moderner Abbaumethoden sind die typische Flora und Fauna noch erhalten geblieben. Wollgras, Heide und Birkenwälder prägen neben den weiten Moorflächen das Landschaftsbild. Wer mehr über das Moor und den Torfabbau erfahren will, kann bei der Gemeinde eine Führung durch das Moor buchen.

Etappe 1: Von Uchte nach Essern / Osterloh, 14,3 km

Ausgangspunkt ist der Marktflecken Uchte, wo Sie im Rathaus umfassende Informationen über das touristische Angebot der Region erhalten können (Samtgemeinde Uchte, Balkenkamp 1 in 31600 Uchte, Tel. 057 63/183-0). In Uchte befindet sich ein Freibad und als weitere touristische Attraktion eine Museumseisenbahn, die neben sechs festen Planfahrten im Jahr zahlreiche Sonder-fahrten für Vereine und Gruppen auf der Strecke von Uchte nach Rahden durchführt (lnfos bei der Gemeinde). Die kostenlose Fahrradbeförderung wird gerne in Anspruch genommen. Auch eine reizvolle Planwagenfahrt kann hier gebucht werden. Von Uchte geht es durch die südlichen Randgebiete des Großen Moores bis zum Wanderparkplatz Warmsen, wo nicht nur eine Grillhütte zum Picknick einlädt, sondern sich auch ein Abstecher zum Torfwerk Warmsen anbietet. Das Torfwerk kann aus Sicherheitsgründen zwar nicht besichtigt werden, dennoch bekommen Sie dort einen Eindruck über Art und Weise des modernen Torfabbaus. Weiter geht es durch das südliche Moorrandgebiet über Essern, einem beschaulichen Ort mit seinem sehr schön angelegten Heide park mit Grillhütte und ansprechenden gastronomischen Einrichtungen, nach Osterloh. Von hier bietet sich ein kurzer Abstecher nach Steinbrink an. Dort haben Sie die Möglichkeit, zwischen mehreren gastronomischen Einrichtungen auszuwählen. Auch hier besteht die Möglichkeit eine Planwagenfahrt zu buchen.

Etappe 2: Von Essern nach Uchte, 22,7 km

Ab Osterloh führt die Tour eine längere Strecke geradeaus durch Wiesen, Felder und Birkenwäldchen. Nach Passieren der Ströher Masch zweigt die Tour Richtung Osten ab. Von hier lohnt sich ein Besuch im 4,3 Kilometer entfernten Tierpark Ströhen mit Europas größtem Arabergestüt (Öffnungszeiten: täglich ohne Ruhetag; 1. 3. — 15. 9.00 von 9.00 — 19.00 Uhr, im Herbst und Winter ab 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit; nähere Auskünfte unter Telefon 05774/505). Weiter führt die Route durch das nördliche Moorrandgebiet bis nach Darlaten-Gösloh. Dort befindet sich ein netter Dorfplatz mit Grillhütte und Kinderspielplatz. Ab Gösloh führt der Weg durch Moor-wiesen zum „Grünen Jäger" im Staatsforst, wo sich „Die Insel", eine historische Wallanlage aus dem Jahre i866 und ein Waldlehrpfad befinden. Der „Grüne Jäger", frühe ein jagdhaus der hessischen Kurfürsten, ist heute eine gemütliche Schutzhütte und beliebtes Ausflugsziel. Durcl Wald- und Moortandschaft geht die Route weiter bis zum Ausgangspunkt Uchte.
Gaststätten in Uchte, Essern, Steinbrink

Die Kirche im Dorf
Länge 48 km

Diese Tour führt Sie durch schöne, zum großen Teil noch
stark bäuerlich geprägte Dörfer mit zahlreichen typischen
Bauernhöfen, oft unter majestätischen Eichen gelegen.
Entlang der Route befinden sich einige der schönsten
Dorfkirchen der gesamten Region, die wir Ihnen im
Rahmen dieser Tour gerne präsentieren.

Etappe 1: Von Stolzenau nach Steyerberg, 14,7 km

Ausgangspunkt ist die Gemeinde Stolzenau, eine hübsche Kleinstadt mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Wahrzeichen der Gemeinde ist der gedrehte Turm der St. Jacobi Kirche aus dem Jahre 1679 (Anmeldung zur Kirchenbesichtigung im Pfarrbüro Lange Str. 47, gegenüber der Kirche, telefonisch möglichst vormittags 05761/2040). Mittelpunkt des Ortes ist der mittelalterliche Straßenmarkt mit dem Rathaus. In Stolzenau befindet sich ein Anleger für die Weserfahrgastschifffahrt. In den Sommermonaten verkehren regelmäßig dienstags Schiffe nach Landesbergen und Nienburg sowie Peters-hagen und Minden. Ab Stolzenau verläuft die Route auf dem Weser-Radweg bis zur kleinen Ortschaft Schinna, die mit den beiden Sehenswürdigkeiten St. Vitus Kirche von i886 mit spätgotischem Flügelaltar (Schlüssel erhältlich beim Pastor oder der Küsterfamilie) und ehemaligem Klostergebäude mit interessanten Renaissanceausmalungen aufwarten kann. Weiter geht es bis nach Anemolter, einer kleinen Gemeinde mit attraktivem Ortsbild und alten Bauernhöfen. Hinter dem Feuerwehrhaus befindet sich ein Grill-, Spiel- und Bolzplatz mit überdachten Fahrradabstellplätzen und einer Schutzhütte. Von Anemolter führt die Strecke östlich der L 351 durch die Landesberger Wesermarsch bis zur Ortschaft Weihe. Kurz vor Weihe verläuft die Route unweit des beliebten Badesees Naturbad WeIher Kolk (Ausschilderung an der Strecke). In Weihe kann eine kleine Kapelle besichtigt werden (Schlüssel im Haus gegenüber bei Fa. Michaehis, WeIhe 105). Die Kapelle bestand ursprünglich aus Fachwerk, ihre Wände sind aber jetzt wie der 1811 gebaute Turm mit Ziegelsteinen gebaut. Nächster Etappenort ist der Flecken Steyerberg. Inmitten waldreicher Umgebung gelegen, besitzt Steyerberg ein attraktives Sportzentrum mit beheiztem Schwimmbad, Tennisplätzen, Reithalle sowie ein historisches Rathaus, das im Jahre 1550 aus den Resten der Steyerberger Burg gebaut worden ist und wunderschön auf der Jakobiinsel zwischen den beiden Armen des Flusses Aue liegt. Sehenswert ist auch die evangl. St. Katharinen-Kirche mit einem 23 Meter hohen Kirchturm. In der Turmhahle steht ein steinerner Taufstein römischen Stils mit eingemeißelten Darstellungen, vermutlich aus dem io. jahrhundert. Der ältere Teil der Kirche und auch die Sakristei haben kunstvolle Kreuzgewölbe (Besichtigung nach Voranmeldung bei der Küsterin Frau Jostmeier, Telefon 05764/410, direkt gegenüber der Kirche). Im nahegelegenen Pfarrbusch, einem ausgedehnten Waldgebiet, befinden sich nicht nur ausgewiesene Fußwanderwege, sondern auch ein Waldlehrpfad, ein Trimm-Dich-Pfad und ein Märchenwald mit Darstellungen alter deutscher Märchen. Mit dem Projekt Lebensgarten besitzt Steyerberg das einzige EXPO-Projekt im gesamten Landkreis Nienburg. Es handelt sich um ein Demonstrationsprojekt für neue Formen des Zusammenlebens, um Prinzipienindividueller und sozialer Sicherheit und Geborgenheit mit ökologischen Belangen zu verbinden.

Etappe 2: Von Steyerberg nach Uchte, 12 km

Von Steyerberg führt die Strecke auf dem alten Bahndamm der stillgelegten Strecke Uchte - Nienburg durch Felder und Wiesen bis nach Uchte. Vor allem das letzte Teilstück von Mensinghausen bis nach Uchte, auf dem höhergelegenen Bahndamm, mit Blick auf das Brinkmoor gilt als eine der reizvollsten Strecken in der Region.

Etappe 3: Von Uchte nach Nendorf, 10,8 km

Zwischen dem Großen Moor und dem Brinkmoor befindet sich der Flecken Uchte. Der Ort verfügt über ein modernes Sportzentrum mit einem attraktiven, beheizten Freibad, Tennisplätzen und weiteren Freizeiteinrichtungen. Am Mühlenbach, im historischen Ortskern mit schönen Fachwerkhäusern, befindet sich die sehenswerte evangelische Kirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm. Im Turm sind die alten farbigen Kirchenfenster ausgestellt. Er ist tagsüber geöffnet (Schlüssel für die Kirche gibt's im Pfarramt nebenan). Die römisch-katholische St. Ursula Kirche hat ihren Sitz etwas abseits vom Ortskern im Nordosten des Ortes (Schlüssel gibt's beim Hausmeister nebenan). Der neu angelegte Park mit Landschaftssee und Rodelberg lädt zu einem Spaziergang ein. Auch die Grillhütte an der Teichanlage beim Bürgerwald, in unmittelbarer Nähe des Radweges, bietet sich für eine Rast an. Von Uchte führt die Route über die sehenswerte Ortschaft Höfen mit dem aus dem Jahre 1708 stammenden und in den Jahren 1993 bis 1996 umgesetzten Dörpshus, dem Dorfgemeinschaftshaus. Weiter geht es durch eine reizvolle Wiesen- und Waldlandschaft bis nach Nendorf. Der Ort besitzt eine der größten Dorfkirchen der Region, eine ehemalige Klosterkirche (für eine Besichtigung können Sie sich im Pfarramt direkt neben der Kirche oder auch telefonisch unterTelefon 05765/364 melden). Im Ort befindet sich ein Rastplatz „Alte Weide" mit Schutzhütte, Grillplatz, WC und Wasserpumpe.

Etappe 4: Von Nendorf nach Buchholz, 10,9 km

Das nächste Teilstück führt Sie durch eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Landschaft bis nach Raddestorf. Direkt in der Ortsmitte steht die Lutherkirche, in der sich die älteste Holzkanzel Niedersachsen s aus dem 15. Jahrhundert befindet. Die Kirche wurde vor einigen Jahren renoviert. Wer an einer Besichtigung interessiert ist, kann sich im Pfarrhaus direkt neben der Kirche melden. Ein Abstecher nach rechts führt Sie nach etwa 200 m zur Florianshütte, einer Grill- und Schutzhütte mit Spielplatzgeräten.

Etappe 5: Von Buchholz nach Stolzenau, 11,8 km

Von Raddestorf sind es nur wenige Kilometer bis zur sehenswerten Windmühle in der Ortschaft Großenheerse Nächste Ortschaft ist Buchholz mit seiner schönen Dorfkirche (kann in den Sommermonaten von außen gut eingesehen werden), gleichzeitig auch Schnittpunkt mit der Storchenroute. Von Buchholz geht es weiter über den sehenswerten Ort Müsleringen mit reizvollem Ortsbild sowie einem Spielplatz mit Picknicktisch und Bänken bis nach Schlüsselburg mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten (siehe Storchenroute). Das letzte Teilstück führt Sie dann weiter entlang der Weser zurück nach Stolzenau.
Gaststätten in Steyerberg, Bruchhagen, Hoysinghausen, Uchte, Höfen auch Bauerncaf& Huddestorf, Gräsebilde, Großenheerse, Müsteringen, Stotzenau.

Die Dino-Tour
Länge 26 km

Der Verlauf der Dino-Tour verspricht eine landschaftlich sehr schöne Streckenführung im Naturpark Steinhuder Meer. Sie ist eine reizvolle Tagestour durch überwiegend flaches Land mit wenigen anspruchsvollen, aber kurzen Steigungen. Es besteht die Möglichkeit zur Kombination als Abstecher von der Kleinen bzw. Großen Weserlandroute.
Die Dino-Tour verläuft auf dem Gebiet der Stadt Reburg-Loccum und erhält ihren Namen vom an der Strecke gelegenen Dm0-saurierpark. Im Jahre 1980 wurden nordöstlich des Ortsteiles Münchehagen in einem Sandsteinbruch versteinerte Spuren einer ganzen Herde von Dinosauriern, die in ihrer zahlenmäßigen Häufung und Erhaltung innerhalb Europas einmalig sind, entdeckt. Die Spuren stammen aus der Unteren Kreidezeit und sind etwa 140 Mio. Jahre alt. Nach wissenschaftlicher Untersuchung wurde zwei Jahre später ein Dinosaurier-Freilichtmuseum eröffnet.
Die Dino-Tour ist eine Kombination von bereits bestehenden Radrundwanderwegen auf dem Gebiet der Stadt Rehburg-Loccum. Diese sind ebenfalls mit einem radelnden Dino und den Buchstaben A bis F gekennzeichnet.
Information: Stadt Rehburg-Loccum, Heidtorstraße 2 31547 Rehburg-Loccum
Telefon 05037 / 9701- 0, Telefax 05037 / 970118
e-Mail: stadt©Rehburg-Loccum.de

Etappe 1: Loccum, Marktplatz — Rehburg, Marktplatz, 9,2 km

Ausgangspunkt den. Etappe ist der Marktplatz im Ortsteil Loccum. Besonderheit des Ortsteiles Loccum ist das über 800jä h rige Zisterzienser-Kloster, das 1163 gegründet wurde. An der weithin sichtbaren spätromanischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist das Interesse der Zisterzienser für Strenge und Sachlichkeit abzulesen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten haben ihren Platz im Kloster, in dem heute Vikare zu Pastoren ausgebildet werden. Klosterführungen werden ab 5 Personen durchgeführt und dauern ca. 50 Minuten (1. April bis 15. Oktober: Di. bis Sa. 11 und 15 Uhr, So. nur 15 Uhr. 15. Oktober bis 31. März nur nach Vereinbarung).
Bei Anfragen und Anmeldungen von Besichtigungen wenden Sie sich bitte an den Küster und Klostervogt, der unter dem Toreingang wohnt (ggf. klingeln), Tel. 05766/1042. Gruppenanmeldungen bitte schriftlich: Im Kloster 2, 31547 Rehburg-Loccum, Tel. 05766/9602-0, Fax 05766/9602-11. Nachden der Streckenverlauf den Ortsteil Loccum verläßt, führt er auf gut befahrbaren Feldwegen durch Felder und Wiesen Richtung Rehburg.
Nach Überqueren des Meerbaches erreicht die Route die Düsselburg, den Überresten einer historischen Wallanlage. Di im Jahre 1904 durchgeführten Grabungen haben Hinweise üb den Aufbau von Wall und Graben erbracht. Danach bestand d Anlage aus einem mit Stein und Holz erbauten Vorwall, hinter dem sich ein Schmitzgraben und eine „Berme" (Freies Schußfeld zwischen Graben und Palisaden) befand. Der hölzerne Hauptwall besaß eine Erdaufschüttung als Wehrgang. Auch ein etwa 7 m breites Tor und ein Turm sicherten die Anlagen. Allerhand Schmiedestellen in der Nähe deuten auf reges Leben in der Eisenzeit, und jüngst gefundene Bronzefibeln lassen eine Besiedlung der Landzunge schon in der Bronzezeit erkennen. Mit einem kleinen Abstecher erreicht man von hier die Spargel-Tour. Im weiteren Verlauf der Strecke durch die Niederrungen des Steinhuder Meerbaches wird das Etappenziel, der Marktplatz Rehburg, erreicht.
Um den Marktplatz herum befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie z. B. die alte „Reheburgk", das heutige Rathaus Die „Reheburgk" ist eine ehemalige Wasserburganlage inmitte des westlichen Sumpfgebietes des Steinhuder Meeres. Sie wurde von den Herzögen zu Braunschweig-Lüneburg als Schut und Trutzburg gegen die Herrschervon Schaumburgk aus den Trümmern der „Düsselburgk" im 12. Jahrhundert erbaut. Nach verschiedenen Nutzungsarten befindet sich dort heute der Ver waltungssitz der Stadt Reh burg-Loccum.
Ein Besuch im Heimatmuseum lohnt sich immer. Seltene Exponate wie z. B. ein alter Ritterhelm aus dem 13. Jahrhundert und Alltagsgegenstände und Besonderheiten aus dem 18. und 19. Jahrhundert wie z. B. handbemalte Zunftfahnen mit alten Zunft-privilegien und Protokollbüchern von 1776, Rehburger Trachten, landwirtschaftliche Geräte und handbetriebene Kleinmaschinen gehören zu den Ausstellungsschwerpunkten ebenso wie Exponate aus Steinzeit und Eisenzeit, Burggrabenfunde der Rehburg, Waffen, Hirten- und Nachtwächterhörner. (Öffnungszeiten: Mai bis Oktober sonntags 10 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung)
Information: Bürger- und Heimatverein Rehburg e.V.
August Lustfeld
Heidtorstraße 33, 31547 Reh burg-Loccum
Telefon 05037/2423

Etappe 2: Rehburg — Winzlar, 6,6 km

Der weitere Routenverlauf führt entlang des Westufers des Steinhuder Meeres. Man findet dort keinen Badestrand, sondern ein Naturschauspiel ganz besonderer Art: die „Schwimmenden Wiesen" (hierbei handelt es sich um Feuchtwiesen, bzw. schwimmende Grasflächen). Sie sind ein Beweis dafür, wie sich Tier- und Pflanzenwelt entwickeln, wenn sie sich ungestört entfalten können.
Am Etappenziel Winzlar lohnt sich ein Abstecher zur Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM), die ihren Sitz in einem ökologisch umgebauten Resthof hat. Der Verein mit seinen Mitarbeitern ist für die Tier- und Pflanzenerfassung innerhalb der Naturschutzgebiete, für spezielle Pflegeeinsätze und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Informationsbroschüren, Wanderausstellungen, Dia-Vorträge, Führungen und Besichtigungen des Stationsgebäudes werden angeboten.
Information: ÖSSM
Hagen burger Straße i6, 31547 Rehburg-Loccum Telefon 05037/967-0, Telefax 05037 / 5738
Etappe 3:
Winzlar — Bad Rehburg — Münchehagen — Loccum, 10,4 km
Weiter geht es nach Bad Rehburg, dem „hannoverschen
Madeira", wie es zu Blütezeiten als altes Bad der Könige
genannt wurde. Die malerisch am Waldrand gelegene
Friederikenkapelle, die 1842 von der Gemahlin König Ernst
Augusts gestiftet wurde, legt noch Zeugnis ab für die Verbundenheit des Welfenhauses mit Bad Rehburg. Auf Wanderungen und Spaziergängen im Wald findet man noch mit Obelisken geschmückte und nach Mitgliedern des Königshauses benannte romantische Ruheplätze. Der Kurbetrieb wurde 1950 eingestellt.
Information: Cafe Boutique Hockemeyer Allee 2, 31547 Rehburg-Loccum Telefon 05037/5537
Nach einer kurzen Steigung erreicht die Route rund um die Rehburger Berge den Ortsteil Münchehagen. Der Ortsteil Münchehagen ist auf eine Gründung zurückzuführen, die nach der Ansiedlung des Klosters Loccum entstanden ist. Münchehagen war Anfang dieses Jahrhunderts ein bekanntes „Heringsfängerdorf", das — obwohl nicht am Meer liegend — in der Blütezeit 13 Kapitäne und über 300 Seeleute hervorbrachte. Hauptattraktion des Ortes ist das Dinosaurier-Freilichtmuseum mit dem Naturdenkmal Saurierfährten. Ein 2,5 km urwüchsig angelegter Rundweg mit über 120 lebensgroßen, bis zu 45 m langen Dinosauriermodellen führt durch die verschiedenen Erdzeitalter und zeigt beeindruckend die Entwicklung und den Untergang der Dinosaurier. In einer 3.500 m2 großen Glashalle finden Sie die original Dinosaurierfährten. Die Archaeopteryx-Ausstellung, das berühmteste Fossil Deutschlands und die internationale Dinosaurierei-Ausstel[ung mit original Dinosauriereiern aus aller Welt und einem mc Mio. jahre alten Dinosaurierembryo laden zum Staunen und Entdecken ein. Beim „Dinodiggern" kann man nach Herzenslust graben und ein verstecktes Dinosaurierskelett suchen, beim Dinokneten seiner Phantasie freien Lauf lassen und genau wie die Skulpteure des Museums Turnmodelle eines Dinosauriers anfertigen.

Information; Dinosaurierpark Münchehagen Alte Zollstraße 5, 31547 Rehburg-Loccum
Telefon 05037/2075, Telefax 05037 / 5739

Öffnungszeiten: 1. 2. bis 15.03. und 26. 10. bis 30.11. von 9 bis 16 Uhr, vom 16. 3. bis 25.10. von 9 bis 19 Uhr

Auf dem Restteilstück zurück nach Loccum führt die Dino-Tour
vorbei am 18-Loch-Golfplatz und bietet einen einmaligen
Ausblick in die norddeutsche Tiefebene bis zum
Wie h e n gebirge.
Gaststätten in Loccum, Rehburg, Winzlar, Bad Rehburg und Munchehagen.

Die Storchenroute
Länge 50 km

Im Süden des WeserLandes befindet sich die Stadt Petershagen, die einzige Gemeinde im Weserland, die nicht zu Niedersachsen, sondern zu Nordrhein-Westfalen gehört. Auf dem Gebiet der Stadt Petershagen befinden sich die letzten Storchenvorkommen in Nordrhein-Westfalen, deshalb haben wir diese Route Storchenroute benannt. Die Route führt auf der westlichen Weserseite überwiegend parallel zum Weser-Radweg und der westfälischen Mühlenroute. Neben reizvoller Weserauenlandschaft führt die Route Sie zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten und durch malerische Dörfer und Kleinstädte.

Etappe 1: Von Petershagen nach Schlüsselburg, 20 km

Ausgangspunkt ist die Kleinstadt Petershagen, die nicht nur aufgrund des schönen Stadtbildes einen Ortsbummel wert ist, sondern auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zum Besichtigen aufzuweisen hat. An erster Stelle ist das 1306 vom Mindener Bischof Waldeck erbaute Schloss zu erwähnen, das seit 1967 als Hotel genutzt wird. Sehenswert ist darüber hinaus das „Alte Amtsgericht", das heute als Begegnungsstätte mit interessanten Kulturprogrammen fungiert. Für diejenigen, die noch nie im Gefängnis übernachtet haben, bietet Petershagen unter dem Motto „Rast im Knast" die etwas andere Übernachtungsmöglichkeit im umgebauten ehemaligen Stadtgefängnis. Auf der Route nach Schlüsselburg passieren Sie das Moorbad Hopfenberg, ein typisches westfälisches Bauernbad, das sich mit der Weserlandkurklinik „Bad Hopfenberg" zu einem weithin bekannten Badeort entwickelt hat. Von Petershagen bis zum nächsten interessanten Etappenpunkt, der Ortschaft Ovenstädt, sind es gerade einmal 3 Kilometer. In Ovenstädt erwartet Sie das Westfälische Industriem useum „Glashiitte Gern heim", ehemals eine der bedeutendsten Glasfabriken in Nordwestdeutschland. Das Museum zeigt das harte Leben der Glasmacher im 19. Jahrhundert und ist geöffn von Di. bis So. von :o.oo bis :8.00 Uhr. Von Ovenstädt aus hat man einen sehr guten Blick über die Weseraue. Weiter geht es durch typische Wesermarschlandschaft, die aufgrund ihrer hohen Schutzwürdigkeit teilweise wie die „Häverner Marsch" kurz vor Buchholz als Naturschutzkernzone ausgewiesen ist und nicht betreten werden kann. Es gibt jedoch mehrere Sichtschutzhütten zun Beobachten von Wasservögeln. Die Ortschaft Buchholz ein typisches Haufendorf mit einer sehenswerten Weser-kirche aus dem 13. Jahrhundert. Kurz vor Buchholz, in de Ortschaft Großenheerse mit einer schönen Windmühle, stößt die Storchenroute auf unsere Tour „Kirche im Dorf" Beide Routen verlaufen parallel bis nach Schlüsselburg. Der Besuch des sehenswerten Bauerndorfes Schlüsselburg ist unbedingt zu empfehlen. Das finden im übrigen auch die Störche, die regelmäßig den Storchenhorst aufder Burg besetzen, deren Ursprünge bis auf das Jahr 1335 zurück zu datieren sind. Ein bäuerliches Kulturgut von überregionaler Bedeutung ist das Scheunenviertel, eine Ansammlung von 26 Fachwerkbauten. Zu Schlüsselburg gehört als Bestandteil des Besucherprogrammes auch die Besichtigung eines südlich von Schlüsselburg liegenden Aussichtsturms, von dem aus man einen hervorragenden Blick in die Feuchtgebiete der Weserauen mit vielen verschiedenen Vogelarten werfen kann. Kurz hinter Schlüsselburg passieren Sie die Weser. Dort befinden sich im Unterwasser der Staustufe zwei Aalfängerschiffe, die den letzten Berufsfischern in Nordrhein-Westfalen gehören.

Etappe 2: Von Schlüsselburg nach Petershagen, 26 km

Auf der östlichen Weserseite geht es dann weiter wieder Richtung Süden / Petershagen. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, über den Ort Wasserstraße auf dem Radfernweg Hannover-Steinhuder Meer-Dümmer weiter nach Rehburg-Loccum zu radeln. Die Storchenroute führt Sie nach wenigen Kilometern zum Gut Neuhof, einer weiteren Attraktion auf der Strecke. Die Barockanlage aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts wird heute als Heim für psychisch Kranke genutzt, es lohnt sich jedoch, bei der Leitung um Erlaubnis zur Besichtigung insbesondere des sehenswerten Pavillons zu bitten. Auf dem Strecken-abschnitt zur Gemeinde Heimsen können Sie bei einem Blick auf das Stauwehr eine Kopfweidenreihe sehen. Kopfweiden entstehen durch jahrelangen Schnitt der jungen Weidentriebe, die man zum Korbmachen verwendet. In Heimsen lohnt sich ein kurzer Besuch der Weser-Kirche mit romanischem Saalbau aus dem 13. Jahrhundert und des Heimat- und Heringsfänger-Museums (Öffnungszeiten jeden 2. und 4. Sonntag im Monat, nach telefonischer Anfrage auch Di. bis Sa. zwischen 9.30 und 16.30 Uhr) über die Geschichte der hiesigen Heringsfänger. Weiter geht es zur nächsten Ortschaft Ilvese, wo auf einem Telegrafenmast ein Storchenhorst zu sehen ist, der jedoch im Gegensatz zum Weißstorchhorst in Döhren auf dem dortigen Schornstein der ehemaligen Molkerei nicht regelmäßig besetzt ist. In Döhren haben Sie von einem Beobachtungsturm einen hervorragenden Blick in das Kernnaturschutzgebiet der Wesermarsch. Döhren hat darüber hinaus eine in einem anmutigen Bauernwäldchen gelegene und Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Wassermuhte zu bieten. In den Sommermonaten finden dort die beliebten Mahl- und Backtage statt. Die Gemeinde Windheim ist die nächste Ortschaft auf der Tour, unmittelbar an der Weser gelegen. Dort befinden sich ein Puppenmuseum mit Puppenkiinik (Öffnungszeiten Mo., Di., Mi. von io.oo bis 18.00 Uhr, Sa. und So. 1o.oo bis 16.00 Uhr), gezeigt werden über 300 liebevoll restaurierte Puppen, sowie ein Storchennest auf einem der Masten an der Fährstelle Angerstraße. Auch in Jössen brüten seit Ende des letzten Jahrhunderts Weißstörche. Bevor Sie den Ausgangspunkt Petershagen erreichen, passieren Sie auf der östlichen Weserseite noch die Ortschaft Lahde. Im dortigen Rathaus befindet sich das touristische lnformationsbüro für das Gebiet der Stadt Petershagen. Auf eine Besichtigung der Klostermühle, einer 1876 erbauten Holländer-Windmühle, sollten Sie nicht verzichten, Besichtigungen sind täglich möglich. In Lahde befindet sich darüber hinaus ein 10 ha großer Freizeitsee mit Gelegenheiten zum Baden, Surfen, Paddeln und Angeln. Sie überqueren die Weser auf der Staustufe Petershagen / Lahde, die vom 13. April bis 15. Oktober für Fußgänger und Radfahrer geöffnet ist (Achtung: steile Treppe). Stromabwärts sieht man wieder Schiffe der Aalfänger. Auf der westlichen Weserseite befindet sich wenige Kilometer stromabwärts ein Schiffsanleger, der von April bis Mitte Oktober an Sonn- und Feiertagen zweimal täglich von der Mindener Fahrgastschifffahrt (Fahrten nach Minden, dienstags auch nach Stolzenau) angefahren wird.
Gaststätten in Petershagen, Ovenstädt, Großenheerse, Schlusselburg, Heimsen, Ilvese, Döhren, Windheim und Lahde.